WM 2016 Tag 4: Deutschland „Weltmeister“, Österreich gewinnt

DEBNorbert Stramm
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Österreich untermauert mit einem 4:1 (1:0/0:1/3:0) gegen die Slowakei den 3. Platz dieser WM. Mit einer konzentrierten Leistung bezwingt Deutschland Frankreich mit 5:0 (1:0/0:0/4:0) und schafft damit den direkten Wiederaufstieg. Ab 20:00 Uhr spielen Dänemark und Norwegen um Punkte. Nachfolgend die Livetickerlinks, Berichte und Statistiken folgen

16:30 Uhr Frankreich – Deutschland 0:5 (0:1/0:0/0:4)

Es könnte das Endspiel dieser WM sein, wer hier nach 60 Minuten gewinnt, wird auch am Ende dieser WM oben stehen. Ein entsprechend spannendes Spiel war zu erwarten, zumal beide Teams bisher einen guten Eindruck hinterlassen hatten. Im Tor begannen Carolione Lambert (FRA) und Jennifer Harss (GER).

Und es begann wieder sehr gut für Deutschland. Gleich die erste Torchance wurde nämlich nach drei Minuten genutzt. Break Deutschland und nach Pass von Julia Zorn spielt Kerstin Spielberger Frankreichs Goalie aus und erzielt das 0:1. Es folgte noch weitere Chancen auf beiden Seiten, Deutschland hatte aber nicht nur mehr davon, sondern auch die besseren. Bis zur Pause blieb es aber bei diesem einen Treffer in dieser vorentscheidenden Partie.

Deutschland war weiter das bessere Team, aber sehr viele Chancen ließ Frankreich nicht zu. Genutzt werden konnten diese auch nicht. Dennoch hatte Frankreichs Torhüterin deutlich mehr zu tun als ihr Gegenüber. Frankreich wurde bei seinen Angriffsbemühungen sehr früh gestört und so kamen sie ebenfalls nur selten durch. Der Rest landete bei Jennifer Harss. So blieb es beim knappen 0:1 nach 40 Minuten.

Deutschland spielte auch im letzten Drittel konzentriert weiter und ließ Frankreich kaum ins Spiel kommen. Und nach 46 Minuten sah es noch besser aus mit dem Ziel Wiederaufstieg. Einen Schuss an die Bande hinter dem Tor von Frankreich bekommt Andrea Lanzl auf den Schläger und verwandelt diesen zum 0:2. Zwei Minuten später rückte das Ziel noch näher, denn Laura Kluge traf zum 0:3. Vorher wurde in Überzahl schön kombiniert und sie verzögerte den Schuss. Mit dem 0:4 durch Laura Kluge sechs Minuten vor dem Ende war das Ziel dann erreicht. Aus ganz spitzen Winkel schoss sie den Puck unter die Latte. Der Rest war konzentriertes Runterspielen der Zeit und 0,9 Sekunden vor dem Ende noch das 0:5 durch Julia Zorn und das I-Tüpfelchen auf eine starke Leistung. Was dann folgte, war die verdiente Feier dazu.

Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Wir wussten natürlich nach dem gestrigen Spieltag und der entsprechenden Tabellenkonstellation um die Wichtigkeit des heutigen Spieles gegen Frankreich. Wir wollten dieses Spiel unbedingt für uns entscheiden. Der heutige Sieg, mit dem entsprechenden Zuspruch gilt einzig und alleine der Mannschaft. Die Mädels haben heute in jeglicher Hinsicht überzeugt und verdient den Wiederaufstieg realisiert. Die zielführende Arbeit der letzten Monaten wird in Spielen wie heute deutlich sichtbar. Am kommenden Donnerstag werden wir alles versuchen , um auch im letzten Turnierspiel gegen Österreich erfolgreich zu sein. Abschließend möchte ich mich auch heute im Namen aller für die Glückwünsche aus der Heimat bedanken“

Schiedsrichter: D. Cuglietta – M. Dianant, J. Fenstermacher
Strafen: FRA 12 (0/2/10), GER 6 (0/4/2)
Tore:
0:1 (02:48) K. Spielberger (J. Zorn, M. Bittner);
0:2 (45:20) A. Lanzl (M. Anwander, T. Eisenschmid) PP1; 0:3 (46:44) L. Kluge (A. Lanzl, A. M. Fiegert) PP1; 0:4 (53:36) L. Kluge (A. Lanzl, M. Anwander) PP1; 0:5 (59:59) J. Zorn (K. Spielberger, A. M. Fiegert);

13:00 Uhr Österreich – Slowakei 4:1 (1:0/0:1/3:0)

Die Slowakinnen brauchen dringend Punkte, um die Division zu halten, Österreich, um den 3. Platz in der Turnierwertung zu behalten. Mit Theresa Hornisch (AUT) und Ramona Kiapesova (SVK) begannen im Tor.

Beide Teams taten sich schwer, hier Spielfluss aufkommen zu lassen. So blieben Torchancen über weite Strecken des Drittels Mangelware. Erst nach 13 Minuten wurde es vor den Toren hektischer und der erste Treffer folgte nach 15 Minuten. Nach einer Fehlerkette in der Abwehr der Slowakei traf Alessandra Lopez nach 15 Minuten zum 1:0. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zur Pause, obwohl Österreich nun etwas besser wurde.

Ein paar Chancen mehr gab es zu Beginn des 2. Drittels. Österreich nutzte seine nicht, anders die Slowakei. Zwei Schüsse kann Österreichs Torfrau noch abwehren, dann aber ist sie geschlagen. Viktoria Ihnatova trifft nach 26 Minuten. Die Slowakei setzte nun nach, schließlich zählen nur Punkte. Bis zur 30. Minute stand Österreich unter Druck und ihre Torhüterin hatte reichlich zu tun. Danach war ihr Gegenüber dran, nach einer Strafe gegen die Slowakei wurde Österreich überlegen.

Mit dem zweiten Powerplay dieses Spiels gelang Österreich zu Beginn des Schlussabschnitts die 2:1-Führung. Esther Kantor zog aus kurzer Distanz ab und der Puck schlug nach 55 Sekunden im Netz ein. Man kann den Teams nicht vorwerfen, sie hätten danach nichts getan, um das Ergebnis zu verändern. Einsatz war da und einige Schüsse auch, nur waren sie entweder nicht genau genug oder eine sichere Beute der Goalies. Drei Minuten vor dem Ende dann die Entscheidung in diesem Spiel, Anna Meixner traf nach einem Break zum 3:1. Sieben Sekunden vor dem Ende schoss Esther Kantor den Puck noch zum 4:1-Endstand ins leere slowakische Tor.

Österreich kämpft damit weiter um den 3. Platz mit, die Slowakei bangt weiter um den Klassenerhalt.Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Wir wussten natürlich nach dem gestrigen Spieltag und der entsprechenden Tabellenkonstellation um die Wichtigkeit des heutigen Spieles gegen Frankreich. Wir wollten dieses Spiel unbedingt für uns entscheiden. Der heutige Sieg, mit dem entsprechenden Zuspruch gilt einzig und alleine der Mannschaft. Die Mädels haben heute in jeglicher Hinsicht überzeugt und verdient den Wiederaufstieg realisiert. Die zielführende Arbeit der letzten Monaten wird in Spielen wie heute deutlich sichtbar. Am kommenden Donnerstag werden wir alles versuchen , um auch im letzten Turnierspiel gegen Österreich erfolgreich zu sein. Abschließend möchte ich mich auch heute im Namen aller für die Glückwünsche aus der Heimat bedanken“

Schiedsrichter: Y. Zueva – A. Lack, T.V. Phillipsen
Strafen: AUT 8 (0/0/8), SVK 8 (0/2/6)
Tore:
1:0 (14:59) A. Lopez;
1:1 (25:14) P. Gorecka (I. Klimasova, V. Ihnatova);
2:1 (40:55) E. Kantor (K. Hybler, V. Hummel) PP1; 3:1 (56:49) A. Meixner (D. Altmann); 4:1 (59:53) E. Kantor ENG

20:00 Uhr Dänemark – Norwegen 3:2 (2:1/1:0/0:1)

Dänemark würde mit einem Sieg weiter um den Bronzeplatz mitspielen, Norwegen brauchte noch Punkte um die Division zu halten. Dänemark war nach den bisherigen Leistungen favorisiert.
Sie begannen auch gleich offensiv und das dann sogar mit Erfolg. Denn nach vier Minuten überlistete Josefine Jakobsen Norwegens Goalie Kariline Johanne Aarvik mit einem Bauerntrick zum 1:0 und zwei Minuten später erhöhte Lulie Gregersen auf 2:0. Eine Auszeit brachte etwas mehr Ordnung in das Spiel von Norwegen und so bekam Dänemarks Goalie Lisa Jansen auch etwas zu tun. Es dauerte dennoch lange, bis es richtig gute Torchancen gab. Eine nutzte Norwegens Andrea Dalen mit einem Schuss hoch ins lange Eck zum 2:1-Anschlusstreffer (17.). Nach einigen Chancen auf beiden Seiten ging es mit diesem Ergebnis in die erste Pause.
Norwegen versuchte im 2. Drittel Druck aufzubauen, aber Dänemark stand hinten gut und konterte Norwegen aus. Solo von Josefine Jakobsen, den Goalie schön aussteigen lassen und nach 27 Minuten stand es 3:1. Dänemark weiter spielerisch besser, Norwegen versuchte über den Kampf ins Spiel zu kommen, das gelang aber auch nicht wirklich. Die besseren Torchancen bis zur 2. Pause hatte der WM-Gastgeber, genutzt werden konnten sie aber nicht.
Mit einigen Angriffsversuchen von Norwegen ging es im letzten Drittel weiter und es ergaben sich auch Torchancen. Die beste aber hatte Dänemark, nach einem Break rettete der Pfosten für Norwegens Gaolie (45.). Dann doch noch der Anschlusstreffer für Norwegen. Andrea Dalen wird von Martine Henriksen mustergültig auf die Reise geschickt und die lässt sich diese Chance nicht entgehen (50.). Zwar versuchten es die Norwegerinnen weiter, aber insgesamt waren ihre Angriffe nicht gefährlich genug. So gewann Dänemark am Ende verdient und bleibt damit im Rennen um die Bronzemedaille. Norwegen spielt am Donnerstag gegen die Slowakei um den Divisionserhalt.
Schiedsrichter: H. Aberg – L. Andersson, M. Anex
Strafen: DEN 4 (4/0/0), NOR 10 (2/4/4)
Tore:
1:0 (03:17) J. Jakobsen (J. Asperup); 2:0 (05:12) J. Gregersen (M. Brix); 2:1 (16:36) A. Dalen (S. Holos, K. Pedersen);
3:1 (26:28) J. Jakobsen (M. Weis, A. Andersen); 3:2(49:09) A. Dalen (M. Hendriksen, S. Holos

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