WM 2016 Tag 3: Dänemark gewinnt Kellerduell, Frankreich und Deutschland blieben oben

DEBNorbert Stramm
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Durch einen 3:1-Erfolg (1:1/2:0/0:0) über die Slowakei machte Dänemark einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Leichter als von vielen erwartet und es der Spielstand aussagt hatte es Frankreich beim 2:1 (1:0/0:0/1:1) gegen Österreich. Glatt mit 3:0 gewann Deutschland am Abend gegen Norwegen und bildet nun gemeinsam mit Frankreich die Tabellenspitze dieser WM.

20:00 Uhr Deutschland – Norwegen 3:0 (1:0/2:0/0:0)
Bundestrainer Benjamin Hinterstocker konnte auf den kompletten Kader zuruckgreifen. Einzige Änderung zum letzten Spiel war ein Torhüterwechsel, Jennifer Harss begann. Norwegen musste in diesem Spiel auf Topscorerin Line Oien Bialik, verzichten, die mit zwei Toren und einer Vorlage auf dem 5. Platz der Scorerwertung dieser WM steht. Ingrid Sandven begann im Tor.
Es war ja bekannt, dass Norwegen ein unbequemer Gegner sein würde. Kämpferisch stark, nur spielerisch mit Schwierigkeiten. Das zeigte sich auch in diesem Spiel wieder. Zwar spielten die Norwegerinnen munter mit, vor dem Tor aber war Feierabend. Deutschland bekam aber auch nicht viele Chancen. Und so gab es zwar viel Bewegung auf dem Eis, aber nur wenige gefährliche Situationen. Nach 16 Minuten dann doch die Führung für Deutschland. Per Nachschuss gelingt Carina Strobel das 1:0. Ihr Schuss geht der Torhüterin zwar durch die Hosenträger, war aber auch verdeckt und dadurch schwer zu sehen. Bei diesem Spielstand blieb es nach 20 Minuten.
Und Norwegen bewies auch im 2. Drittel, dass es ein unbequemer Gegner sein kann. Deutschland wurde früh gestört und hatte kaum gute Offensivaktionen. Dann die 30. Minute. Überzahl für Deutschland und von der rechten Seite schoss Laura Kluge den Puck oben links unter die Latte. Nun lief es besser für Deutschland und vier Minuten später folgte das 3:0. Manuela Anwander schoss den Puck mit viel Übersicht aus Mittelstürmerposition ebenfalls unter die Latte. Deutschland weiter mit Druck, aber Tore gelangen nicht mehr. Norwegen hatte nicht mehr viele Offensivaktionen und blieb bis zur 2. Pause torlos.
Die Skandinavierinnen waren durchaus gewillt, das Ergebnis zu verbessern und hatte einige gute Torchancen. So war auch Jennifer Harss gut beschäftigt. Deutschland antwortete mit Breaks, die ebenfalls für Gefahr sorgten. So ging es über das gesamte Drittel, Tore gelangen aber beiden Teams nicht, weil beide Goalies eine starke Leistung zeigten.
Deutschland bleibt also ohne Verlustpunkt und trifft morgen zum vermutlich vorentscheidenden Duell um den Aufstieg auf die ebenfalls ungeschlagenen Französinnen.

Schiedsrichter: K. Guay – J. Fenstermacher, A. Lack
Strafen: GER 6 (0/0/6), NOR 6 (2/2/2)
Tore:
1:0 (15:15) C. Strobel (L. Kluge, M. Anwander);
2:0 (30:00) L. Kluge (M. Anwander) PP1; 3:0 (33:41) M. Anwander (L. Kluge, L. Schuster);

13:00 Uhr Slowakei – Dänemark 1:3 (1:1/0:2/0:0)
Beide Teams hatten bisher noch keinen Punkt geholt, wobei die Däninnen bisher den besseren Eindruck hinterließen und leicht favorisiert in diese Partie gingen. Die schwierige Aufgabe Tore zu verhindern hatten Romana Kiapesova (SVK) und Lisa Jensen (DEN).
Nach einigen Minuten Anlaufschwierigkeiten gelang es dem WM-Gastgeber immer mehr Druck aufzubauen. Abwehr und Goalie der Slowakinnen retteten aber mehrfach das 0:0. Und es kam noch besser für die Slowakinnen. Bully bei Dänemark wird gewonnen und von der blauen Linie zog Livia Lucova ab. Dänemarks Goalie sah den Puck erst sehr spät und so ging die Slowakei nach 11 Minuten in Führung. Dänemark weiter mit viel Spielanteilen und kurz vor der Pause mit dem Ausgleich. Überzahl Dänemark und nach einigen gescheiterten Versuchen gelang es Michelle Weis, einen Nachschuss im Tor unterzubringen (19.).
Besser begann es für Dänemark im 2. Drittel, denn nach 110 Sekunden gingen sie in Führung. Ein Schuss von Michelle Brix ging über das Tor, den Bandenabpraller schießt Silke Glud ins Tor. Nach zahlreichen Angriffen mit wenigen Chancen auf dänischer Seite und wenigen der Slowakei, die auch nicht so häufig für Gefahr sorgten, fiel doch noch ein weiterer Treffer. Dänemark nutzte eine Überzahl zum 1:3, erneut durch Silke Glud (35.). Beide hatten dann durchaus gute Chancen, das Ergebnis bis zur Pause zu verändern. Das gelang aber nicht.
Deutlich offensiver eingestellt kamen die Slowakinnen aus der Kabine. Aber trotzdem ergaben sich nicht viele Torchancen. Zumal Dänemark sich keinesfalls hinten reinstellte, sondern ebenfalls versuchte anzugreifen, jedoch ohne größere Torchancen. So hatten beide zwar einige Möglichkeiten, trafen das Tor aber nicht. So blieb es beim Erfolg für Dänemark, das damit die ersten WM-Punkte gewann. Für die Slowakei wird es nun schwer, die Division zu halten.

Schiedsrichter: Y. Zueva – M. Dinant, M. Stefkova
Strafen: SVK 10 (2/6/2), DEN 6 (0/4/2)
Tore:
1:0 (10:57) L. Lucova (T. Istocyova., V. Ihnatova); 1:1 (18:27) M. Weis PP1;
1:2 (21:50) S. Glud (M. Brix); 1:3 (34:21) S. Glud (J. Jakobsen, M. Brix) PP1;

16:30 Uhr Österreich – Frankreich 1:2 (0:1/0:0/1:1)
Für beide ging es darum oben dranzubleiben, der Verlierer dieser Partie dürfte aus dem Rennen um den Divisionssieg sein. Im Tor begannen Theresa Hornisch (AUT) und Carolin Baldin (FRA).
Es ging recht ausgeglichen zu in den ersten Minuten der Partie. Beide Teams versuchten zwar gleich sich Torchancen zu erspielen, das gelang aber zunächst nicht. Aber nach sechs Minuten gelang es Frankreich, eine Möglichkeit herauszuspielen und die nutzte Marion Allemoz auch gleich zum 0:1. Beide zeigten danach viel Einsatz und sorgten so dafür, dass es weiter nur wenig Torchancen gab. So blieb es bei diesem knappen Ergebnis nach 20 Minuten.
Torchancen blieben auch im 2. Drittel Mangelware. Österreich hatte insgesamt mehr Spielanteile, zumal Frankreich einige Minuten in Unterzahl spielen musste. Vier Überzahlspiele hatte Österreich in diesem Drittel, die Abwehr der Französinnen agierte jedoch sehr effektiv und ließ einfach nichts zu.
Frankreich gelang zu Beginn des letzten Drittels die Vorentscheidung in diesem Spiel. Wieder war es Marion Allemoz, die mit ihrem vierten Turniertreffer nach 43 Minuten Österreich noch mehr unter Druck setzte. Österreich kämpfte, aber so richtig gefährlich wurde es vor dem französischen Tor nur selten. Also musste wieder ein „dreckiges“ Tor her. Eva Maria Beiter Schwarzler bekam hinter dem Tor den Puck und schoss diesem ins kurze Eck (53.). Nun griff Österreich weiter an, aber es blieb bei einer starken Abwehr von Frankreich, also nur wenigen Torchancen. Österreich riskierte zwar alles, aber der Sieg ging schließlich an Frankreich. Und das war auch durchaus verdient, denn die Französinnen hinterließen den besseren Eindruck.

Schiedsrichter: D. Cuglietta – L. Andersson, T.V. Phillipsen
Strafen: AUT 12 (8/2/2), FRA 14 (6/8/0)
Tore:
0:1 (05:13) M. Allemoz (G. Gendarme);
0:2 (42:58) M. Allemoz (E. Passard); 1:2 (52:09) E. M. Beiter Schwarzler (D. Altmann)

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