WM 2016 Tag 1: Frankreich, Deutschland und Österreich gewinnen Eröffnungsspiele

DEBNorbert Stramm

Einen glatten 4:1–Erfolg (1:0/3:0/0:1) schaffte Frankreich im Eröffnungsspiel der WM gegen Norwegen. Deutschland gewinnt gegen die Slowakei mit 4:2 (1:1/2:1/1:0). Spannend bis zum Schluss blieb es beim Abendspiel, Österreich gewann gegen Dänemark mit 4:3 (2:1/0:1/2:1)

16:30 Uhr Slowakei – Deutschland 2:4 (1:1/1:2/0:1)
Ohne Rebecca Graeve ging das deutsche Team in dieses erste WM-Spiel, im Tor begann Jennifer Harss. Die Slowakinnen agierten erwartet Defensiv und so hatte Deutschland gleich mehr Spielanteile. Die Schüsse waren aber entweder zu ungenau oder eine Beute von Ramona Kiapesova. Nach acht Minuten dann dir Führung für die Slowakei. Nikola Gapova schleicht sich in den Rücken der deutschen Abwehr und wird schön von Iveta Klimasova angespielt. Der Rest war Formsache, sie ließ Jennifer Harss keine Chance. Deutschland griff weiter an, aber es war einfach kein Durchkommen. Dann setzte Nina Kamenik nach einem abgefangenen Angriff nach und erzielte den 1:1 Ausgleich (13.). Es gab bis zur Pause noch weitere Chancen, vor allem für Deutschland, ein weiterer Treffer viel aber nicht.
Es ging weiter in Richtung Tor der Slowakinnen, die selbst nur wenige Angriffe fuhren. Die größte Chance für Deutschland zur Führung gab es nach 26 Minuten, aber ein Penaltytreffer von Nicola Eisenschmid wurde nicht anerkannt. Als der Puck ein zweites Mal im Puck lag zählte der Treffer. Laura Kluge erzielte nach 28 Minuten per Nachschuss das 1:2. Drei Minuten später hieß es 1:3, wieder durch Laura Kluge und wieder mit einem Nachschuss, dieses Mal aber in Überzahl. Drei Minute später wurde es wieder spannender, Iveta Klimasova verkürzte mit einem Schuss in den Winkel auf 2:3. Die Slowakinnen wurden nun für kurze Zeit etwas offensiver, dann übernahm Deutschland wieder das Kommando. Tore fielen bis zur Pause aber nicht mehr.
Der Start ins letzte Drittel war für Deutschlands Frauen sehr gut. Nach ersten Chancen fiel nach 43 Minuten das 2:4. Laura Kluge gewinnt ein Bully und Manuela Anwander setzt sich energisch durch. Goalie ausgespielt und den Puck ins Tor geschoben. Es gab noch einige gute Einschussmöglichkeiten, beide Teams konnten diese aber nicht nutzen.
So bleibt als Fazit: Gelungener Auftakt für das deutsche Team, eine Steigerung ist sicherlich aber noch möglich. Die Slowakinnen können mit ihren Breaks sicherlich die anderen Teams ein wenig ärgern.
Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Der Sieg, den wir uns im ersten Turnierspiel gegen die Slowakei vorgenommen haben, ist geglückt. Die Mannschaft hat heute sowohl spielerisch, als auch mental überzeugen können. Der vorgegebene Spielplan wurde über 60 Minuten konsequent verfolgt und führte letztendlich zum verdienten Erfolg. Nun gilt unsere Aufmerksamkeit dem morgigen Spiel gegen Dänemark. Natürlich werden wir alles versuchen, um die heute gezeigte Leistung morgen wieder abzurufen.“

Schiedsrichter: H. Aberg – A. Lacka, M. Stefkova
Strafen: SVK 10 (4/4/2), GER 6 (2/4/0)
Tore:
1:0 (07:41) Nikola Gapova (I. Klimasova); 1:1 (12:42) N. Kamenik;
1:2 (27:29) L. Kluge (A. Lanzl); 1:3 (30:08) L. Kluge (A. Lanzl, M. Anwander) PP1; 2:3 (32:54) Iveta Klimasova (J. Kapustova);
2:4 (43:24) M. Anwander (L. Kluge);

13:00 Uhr Norwegen – Frankreich 1:4 (0:1/0:3/0:1)
Beide hatten es schwer, in diesem WM-Eröffnungsspiel zu zwingenden Aktionen zu kommen. Die Defensivabteilungen standen gut und so kam kaum Gefährliches zu den Torhütern durch. Auch zwei Powerplays in den ersten Minuten halfen Frankreich nicht weiter. So blieb es ein chancenarmes 1. Drittel, in dem aber dann doch noch ein Treffer fiel. Norwegen in Unterzahl und mit einem Breakversuch, der aber in einem Gegenangriff endete. Diesen nutzte Marion Allemoz mit einem Schuss über die Fanghand von Norwegens Goalie Karoline Johanne Aarvik hinweg zum 0:1 zwei Minuten vor der Pause.
Wesentlich druckvoller agierte Norwegen im 2. Drittel. Frankreichs Goalie Caroline Baldin bekam nun mehr zu tun. Und Frankreich erzielte auch den 2. Turniertreffer. Beide hatte Torchancen, aber ein frühes Stören bringt wieder Marion Allemoz in Puckbesitz und es stand 0:2 (29.). Etwas Glück gehört im Sport immer dazu und das hatten die Französinnen nach 35 Minuten. Ein Schuss von Lore Baudrit wird geblockt, prallt dann aber von Estelle Duvin ins Tor (35.). Und es kam noch besser für Frankreich, einen Bilderbuchbreak schloss Emmanuelle Passard zwei Minuten vor der Pause zum 0:4 ab.
Die Bemühungen von Norwegen, hier ein Tor zu erzielen, wurden zu Beginn des letzten Drittels doch noch belohnt. Andrea Dalen verkürzte nach 100 Sekunden auf 1:4. Norwegen versuchte es zwar bis zum Ende hier ein noch besseres Ergebnis zu erzielen, das gelang aber nicht. Frankreich beschränkte sich auf Breaks und die waren nicht ungefährlich. So gewann Frankreich am Ende verdient dieses WM-Eröffnungsspiel. Steigern müssen sich aber vermutlich beide Teams noch, um bei dieser WM eine gute Rolle zu spielen.

Schiedsrichter: D. Cugliett – M. Dinant, T.V. Phillipsen
Strafen: NOR 12 (8/0/4), FRA 8 (4/0/4)
Tore:
0:1 (17:34) M. Allemoz (A. Bouche) PP1;
0:2 (28:21) M. Allemoz (C. Aurard, E. Passard); 0:3 (34:02) Estelle Duvin (L. Baudrit, S. Fohrer); 0:4 (37:46) E. Passard (M. Allemoz, C. Aurad);
1:4 (41:40) A. Dalen (M. Fischer);

20:00 Uhr Dänemark – Österreich 3:4 (1:2/1:0/1:2)
Die WM-Gastgeberinnen begannen sehr defensiv, der Zweitplatzierte der letzten WM versuchte es mit Angriffen. So hatte Österreich in den ersten Minuten mehr vom Spiel, aber den ersten Treffer schossen die Däninnen. In Überzahl wird Josefine Persson angespielt, kämpft sich durch und überlistet Torhüterin Theresa Hornisch (9.). Doch Österreich zeigte sich unbeeindruckt und erzielte vier Minuten später der Ausgleich. Break Österreich und Kamila Lund Nielsen wehrt einen Schuss von Jannine Weber ab. Allerdings genau an die Stürmerin und der Puck prallte ins Tor. Beide Teams kamen zu weiteren Chancen, Österreich hatte mehr Spielanteile und erzielte 41  Sekunden vor der Pause die Führung. Powerplay Österreich und nach mehreren Versuchen landete ein Schuss von Eva Marie Beiter Schwarzler zum 1:2-Pausenstand im Tor.
Schussversuche gab es im 2. Drittel einige, aber bei den Goalies landeten nur wenige, denn die meisten wurden geblockt. Österreich hatte auch weiter mehr Spielanteile, aber eben kaum Chancen. Und wieder war es das Team mit den wenigen Spielanteilen, das das erste Tor des Drittels schoss. In Überzahl trifft Josefine Jakobsen mit einem verdeckten Schuss zum 2:2 (32.). Den Rest des Drittels verbrachten beide Teams damit, den Spielfluss des Gegners zu stören und Torchancen zu verhindern. Klappte auf beiden Seiten sehr gut und so blieb es beim 2:2 nach 40 Minuten.
Und wie sollte es anders sein, auch im letzten Drittel wurde es kaum gefährlich vor den Toren. Dann zeigte Dänemark in der 51. Minute, wie man Powerplay spielt. Bully gewonnen, Scheibe laufen lassen und Jule Gregersen brauchte nur noch ins leere Tor schießen. Acht Sekunden dauerte das Ganze. Doch die Antwort von Österreich kam prompt. Drei Minuten später schaffte Jannine Weber wieder mit einem Nachschuss das 3:3. Es sah nach einer Verlängerung aus, aber dann folgte doch noch der Siegtreffer. Österreich in Unterzahl und eine Befreiung nutzte Anna Meixner, um mit einem Alleingang das vierte Tor für Österreich zu erzielen. Das passierte 47 Sekunden vor dem Ende. Dänemark versuchte zwar alles, es blieb aber beim 3:4.

Schiedsrichter: K. Guay – M. Anex, J. Fenstermacher
Strafen: DEN 10 + 10 J. Jakobsen (Check von hinten) (4/2/14), AUT 8 (2/2/4)
Tore:
1:0 (08:11) J. Persson (J. Jakobsen) PP1; 1:1 (12:20) J. Weber (E. M. Beiter Schwarzler, E. Kantor) 1:2 (19:19) E. M. Beiter Schwarzler, E. Kantor, J. Weber) PP1; 2:2 (31:48) J. Jakobsen (S. Glud, N. Jensen) PP1;
3:2 (50:58) J. Gregersen (M. Frandsen, J. Asperup) PP1; 3:3 (53:23) J. Weber (E. M. Beiter Schwarzler); 3:4 (59:13) A. Meixner (V. Hummel) SH1;

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