Rückzug Garmisch-Patenkirchen vom Spielbetrieb

Mitteilung vom DEB

Wir möchten Ihnen mitteilen, das der SC Garmisch-Patenkirchen mit sofortiger Wirkung  seine Frauenmannschaft aus dem Spielbetrieb der Frauen-Bundesliga zurückgezogen hat.

Gemäß Art. 32 (2) SPO werden alle Spiele dieser Mannschaft nicht gewertet.

Anmerkung für damen-eishockey.de : Die Korrektur der Tabelle werde ich in den nächsten Tagen durchführen.
Es ist sehr Schade, dass der SC Garmisch diesen Schritt gehen musste.

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15 Kommentare zu Rückzug Garmisch-Patenkirchen vom Spielbetrieb

  1. Fuchs Adolf sagt:

    Es ist bezeichnend für das Deutsche Fraueneishockey, da wird mit allen Mitteln versucht, gute Spielerinnen ab zu werben, um den eigenen Verein zu stärken und die Mitstreiter zu schwächen.
    Kein Verein der derzeitigen Frauen-Bundesliga kann überleben, wenn permanent Spielerinnen den Verein verlassen, auch nicht der SC-GAP!
    Die Gründe für die „Vereinsflucht“ sind vielseitig. Da werden unter anderem Spielerinnen mit Versprechungen einer möglichen Karriere in der Nationalmannschaft geködert, und permanent versucht, einen Vereinswechsel herbeizuführen.
    Diese, und andere Methoden werden auch fortgesetzt, obwohl die aufnehmenden Vereine schon doppelt so viele Spielerinnen unter Vertrag haben, als auf den Spielberichtsbogen platz haben.
    Die Folge davon ist, dass mehr als die Hälfte Spielerinnen keine Eiszeit bekommen und bestenfalls als „Bankdrückerinnen“ eingesetzt werden. Wenn diese Spielerinnen nicht, wie oben beschrieben bei einzelnen Vereinen gehortet werden, sondern gleichmäßiger verteilt wären, könnte die 1.Bundesliga aus mindestens 12 gleichwertigen Vereinen bestehen.
    Die derzeitige Situation ist sicherlich nicht förderlich für das Deutsche Fraueneishockey.

    • Klaus Wüst sagt:

      Hallo Adolf,

      für den ESC Planegg, den meinst Du ja, kann ich nur sagen:
      Bei uns hat sich eine Spielerin gemeldet um bei uns zu spielen –
      Kathi Gerstmeir (und das vor Jahren)
      über das warum sollte man sich in Garmisch Gedanken machen.
      Es sind nicht immer nur die Anderen.

      Klaus Wüst

      • Fuchs Adolf sagt:

        Hallo Klaus,
        dass Du aus meinem Schreiben einen Bezug zum ESC Planegg heraus liest, zeigt doch, dass anscheinend etwas Wahres daran ist! Dabei habe ich keinen Verein im Besonderen gemeint, sondern allgemein über alle Bundesligavereine geschrieben. Schuld daran, dass sich die Mannschaft des SC GAP aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat ist auch nicht die Kathi, die den Verein in Richtung Planegg verlassen hat, vielmehr haben auch andere Vereine Spielerinnen aufgenommen, die bessere Sponsoren, oder bessere Beziehungen zum DEB haben, und den Aktiven natürlich einen größeren „Luxus“ oder bessere Verbindungen zur Nationalmannschaft bieten können. Es ist natürlich reizvoller wenn man bei Auswärtsspielen in Sterne Hotels übernachtet als in einer Jugendherberge!
        Gute Sponsoren sind in größeren Städten und in wirtschaftlich starken Gebieten eben leichter zu finden als im Werdenfelser Land; und ohne diese kann man in der ersten Bundesliga nicht bestehen.
        Ziel meines Schreibens war nicht eine Schuldzuweisung an die Vereine,vielmehr sollte es ein Denkanstoß sein, um die wenigen Erstliga tauglichen Spielerinnen auf alle Vereine gleichmäßig zu verteilen, um allen Sportlerinnen die Möglichkeit zu geben, sich besser zu entwickeln, und damit auch eine Stärkung der Nationalmannschaft zu erreichen. Warum werden die Spielerinnen nicht an andere Vereine ausgeliehen, damit sie mehr Spielpraxis bekommen? Die Fußballbundesliga macht es uns vor, und sie haben großen Erfolg mit dieser Methode!
        Schließen möchte ich mit einem Zitat aus einem Antwortschreiben meines Schreibens auf der Facebook Seite des SC GAP von der Schweizer Eishockeyspielerin Andre` C. Weber : “nur wenn die angesprochenen Teams den Wert der heimischen Liga erkennen, wird sich was ändern…“

  2. D. Kohlmeier sagt:

    Dem kann ich nur zustimmen und ich fürchte mal, das es mit den Mannheimern ähnlich ablaufen wird.

  3. Alexander sagt:

    Ich finde es auch sehr, sehr schade, dass GAP zurückziehen musste und verstehe durchaus die Enttäuschung, wenn man die vollen Kaderlisten andernorts sieht.
    Allerdings glaube ich auch nicht, dass es alleine die Konkurrenz ist, die einen Standort schwächt . Es ist sicher auch eine Frage der eigenen Attraktivität und Möglichkeiten. Wobei es mir wichtig ist zu sagen, dass es zumeist nicht am Einsatz derjenigen liegt, die ein Team am laufen halten. Mann sollte sich hier nicht als Verlierer sehen udn auch nicht so gesehen werden.
    Von Aussen betrachtet frage ich mich zwar auch, ob es nich besser wäre die vielen gemeldeten Spielerinnen dauerhaft dem regelmässigen Spielbetrieb zuzuführen, doch man kann ja niemanden zwingen für Verein A oder B anzutreten.
    Am Beispiel Hannover meine ich zu sehen, dass man für diese Bundesliga mindestens 4-5 aussergewöhnliche Spielerinnen benötigt um überhaupt wettbewerbsfähig zu sein. Wenn das nicht gegeben ist, hat die Mannschaft keine Chance Anschluss zu bekommen. In Bayern vermute ich, dass die Konkurrenz von Planegg, Memmingen und nun auch Ingolstadt einfach zu gross für einen Standort GAP ist. Hannover, Bergkamen und Berlin scheinen sich nicht unbedingt im Weg zu sein. Einen Grund nach Mannheim, Esslingen oder GAP zu gehen gibt es wohl nicht wirklich.
    Für die nächsten Jahre kann man dem Fraueneishockey nur wünschen, dass die „großen“ 5 noch lange durchhalten – ob Hannover hier Stehvermögen hat muss sich zeigen. Leider gehen in dieser Region ja auch die Vereinen regelmässig den Weg zurück zum Start (durch Insolvenz oder sonstige Streitereien).
    Ich würde mich allerdings auch freuen, wenn es in GAP trotzdem weitergeht und vielleicht ein Team für die Landesliga Bayern gemeldet werden könnte?!

    Alexander

  4. Ronald Hacker sagt:

    Ich bedauere es sehr, dass der Standort Garmisch-Partenkirchen sich von der Bundesliga abgemeldet hat. Die Gründe hierfür hat bereits Adolf Fuchs aufgezeichnet, davon ausgenommen ist Katharina Gerstmeir … die wurde ‚vertrieben‘.

    Nach meinen Informationen haben bereits in der letzten Januar-Woche 2016 zwei Spielerinnen aus GAP in Planegg angefragt haben.

    Aber, es geht noch schlimmer bei der ‚Aufteilung‘ junger Spielerinnen.
    Beispiel gefällig?
    In den Sommermonaten versuchte ich junge Spielerinnen aus Augsburg zu bekommen. Einstimmige Antwort: wir gehen nach Memmingen, denn die haben sich um uns bemüht. Da nehmen Eltern und dessen Töchter einen ca. 240 km langen An- und Abfahrtsweg auf sich. Der Gipfel aber ist, da fährt die A-Nationalmannschaft nach Tschechin zu 2 Länderspielen und da wird eine 15-Jährige ‚belohnt‘.

    Eines sei gesagt, haltet die kleinen Vereine nicht für dümmer als ihr selber seid und hört endlich auf, dem DEB Spielerinnen einzusagen.

    • Klaus Wüst sagt:

      Hallo Ronald,

      da bist Du besser informiert als ich. Bin ich noch Präsident?
      Wer es glaubt wird seelig!
      Sag mir doch die Namen damit wir uns dann um sie bemühen können!
      Sachen gibts die es garnicht gibt!
      Am besten Ihr schreibt einfach bei allen Vorfällen:
      Schuld ist nur der ESC!!

      Klaus Wüst

      • Ronald Hacker sagt:

        Klaus, so möchte ich das nicht verstanden wissen und deshalb werde dich anrufen. Deine Verdienste für’s Frauen-Eishockey werde ich nicht kleinreden.

  5. Lilly sagt:

    Tja, wenn ich das hier lese, dann muss ich feststellen, es hat sich nicht geändert. Man sollte aber von Seiten des DEB mal darüber nachdenken, ob es sein muss, dass ein Vereinsfunktionär auch noch gleichzeitig für die Natio tätig sein muss. Das ist im übrigen in der 2. Liga-Nord NRW auch so. Da ist der Auswahltrainer leider auch gleichzeitig Trainer eines Vereins. Das hat natürlich Anziehungskraft. Dann kommen da noch die „großen“ DEL-Vereine, die plötzlich und unbedingt auch mindestens eine, besser zwei Frauenmannschaften haben müssen. Die Mädels erhalten dann ( zumindest die der „1.Mannschaft“) Ausrüstungsgegenstände ect. kostelos und haben auch sonst keine Kosten. Eigentlich interessieren sich diese DEL-Vereine nicht für Fraueneishockey. Aber es gibt natürlich in jeder Stadt Gleichstellungsbeauftragte udn für die Einrichtung einer weibl. Mannschaft bestimmt auch Fördergelder bzw. Zuschüsse. Es ist traurig, es sterben immer mehr Frauenvereine / Mannschaften. Ja um das Eishockey im allgemeinen – also der männlichen Wesen- ist es ja auch nicht gut bestellt. Da nehmen wir auch lieber die Spieler aus dem Ausland, bevor wir unsere eigenen fördern.

  6. D. Kohlmeier sagt:

    Was passiert jetzt eigentlich mit den Spielerinnen vom GAP?

    • D. Kohlmeier sagt:

      Schade das ich keine Antwort erhielt, hab mich vielleicht auch ein wenig falsch ausgedrückt.
      Was mich interessiert, sind sie in ihren, ich nenne sie jetzt mal Zweitmannschaften (Jugend- und Herrenmannschaften), weiter spielberechtigt oder werden sie für den Rest der Saison gesperrt?

  7. Johanna sagt:

    Also nach meiner Info,wurde eine Spielerin aus GAP bereits 10min mach bekanntgabe des Rückzuges von einem Verein zum Wchsel befragt.Die Geier warten wohl….

    PS;War nicht Planegg

  8. Klaus Wegner sagt:

    Da kann ich Lilly nur beipflichten, wenn ich mir den Artikel „WM Generalprobe – Vier Indians Frauen im Länderspieleinsatz“ hier anschaue in dem über 4 Spielerinnen der Indians im Nationalteam berichtet wird und das ganze mit dem DEB-Logo versehen ist…. Zudem ist als Verfasser der „ECDC Memmingen Indians Fraueneishockey – MEDIENSERVICE“ angegeben.
    Offensichtlich besteht die Natio aus dem ECDC Memmingen, oder.
    Als Vereinsloser Beobachter finde ich das schon sehr seltsam, zuständig für solche Veröffentlichungen wäre eigentlich der DEB selbst.
    Hier scheint die Trennung wohl nicht so recht zu funktionieren, oder?
    Das Spielerinnen zu einem anderen Verein, welcher bessere finanzielle Möglichkeiten hat, wechseln, das hat es schon immer gegeben und wird es auch weiter geben, leider in jeder Sportart (siehe Bayern München).

    • Alexander sagt:

      Hallo Klaus, schön mal wieder von Dir zu hören bzw zu lesen 🙂

      Also bzgl des DEB-Logos musst Du mich schimpfen. Das war meine Entscheidung, um dem Leser zu signalisieren, dass es sich hier um einen Beitrag handelt, in dem Themen der Nationalmannschaft angesprochen werden.
      Berichte zu den Spielen und Turnieren der DEB-Teams bekomme ich in der Regel aus den Vereinen. Memmingen und Bergkamen schreiben meistens über ihre Teilnehmer. Planegg ab und zu. Berlin macht das auch toll, aber hier haben wir schon den interessenskonflikt – wenn man einen sehen will – dass Noppe einerseits sowieso über alles schreibt was den Puck bewegt, aber eben auch für den OSC.
      Wenn ich diese Berichte nicht hätte, würden die DEB-Teams hier fast nicht stattfinden, den die eigene Pressearbeit ist doch sehr dürftig.
      Im Grunde haben wir auch nur unseren Noppe, der uns halbwegs Vereinsunabhängig berichtet was da draussen so passiert.
      Wie gesagt – ohne die vielen Berichte von Memmingen würden die Nationalmannschaften oft überhaupt nicht stattfinden.
      Ich finde es auch sehr schade, dass ich für die Seite nicht viel mehr Infos bekomme – vor allem aus den unteren Ligen. Aber in Zeiten von Social Media begnügen sich viele damit ihre Berichte nur noch der eigenen Freundesliste zugängig zu machen :-/
      Also wie gesagt – ich bitte darum die ECDC-Berichte & DEB-Logo nicht falsch zu interpretieren. Es ist ausschliesslich mein Wille und Wunsch euch da draussen so viel Infos wie möglich auf einer Plattform zur Verfügung zu stellen. Methodische Fehler habe allein ich zu verantworten.

      Alexander

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