Interview mit Spielerinnen der Hannover Lady Scorpions Teil I

hannoverscorpionsChristian Schirmer

In dieser kleinen Serie möchten wir gerne nach und nach einige der Spielerinnen des Aufsteigers aus Langenhagen den Fans und den Medien vorstellen.

In der heutigen Serie geht es um den Sturm und wir stellen vor:
Jasmin Sarah Schebitz (#16, Stürmerin, Captain, unten Mitte), Pia Szawlowski (#10, Stürmerin, unten rechts), Lynn Szawlowski (#9, Stürmerin, unten links), Stephanie Hruby (#18, Stürmerin, oben links), Emily Nix (#17, Stürmerin, oben Mitte) und Paula Nix (#27, Stürmerin, oben rechts).

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Erst einmal vielen Dank an die Ladys, dass sie sich Zeit genommen haben meine Fragen zu beantworten.

Frage: Wie alt wart ihr, als du das erste Mal mit Stock und Puck auf dem Eis warst?“

Jasmin: „Da war ich fünf Jahre alt“

Pia: „Das erste mal war ich mit 5 Jahren auf dem Eis.“

Lynn: „Das erste mal war ich mit 5 Jahren auf dem Eis. „

Stephanie:“ Ich war ca. 7 Jahre alt, als ich das erste Mal mit einem Schläger und dem Puck auf dem Eis war.“

Emily: „5 Jahre“

Paula: „11 Jahre“

Frage: Wie seid ihr zum Eishockey gekommen? Warum wurde es keine andere Sportart, die mehr “Mädchensport” ist?“

Jasmin: „Durch meine Tante. Sie war damals Fan der Herren bei Eintracht Braunschweig. Die Eishalle in BS wurde mittlerweile ja leider abgerissen. Ich habe damals zusätzlich Leichtathletik, Schwimmen und Judo gemacht. Meine Mama wollte dann irgendwann, dass ich mich doch für eine Sportart entscheiden soll. Das war gar nicht schwer. Eishockey ist einfach der beste Sport der Welt. “

Pia: „Eishockey war von Beginn meines Lebens ein Teil und sozusagen bin ich darin reingewachsen. “

Lynn: Mein Bruder wurde sozusagen mit ins Eishockey gerissen und da er immer ein Vorbild meiner Schwester war wollte sie das selbe tun. Und da meine Schwester immer mein Vorbild war, sollte es wohl so kommen das ich die Sportart wählte auch wenn meine Mutter immer gern gesehen hätte dass ich zum Tanzen gegangen wäre. ich habe mich zuerst ziemlich angestellt. Aber wollte jedoch immer mit meiner 1 minütigen Schwester mithalten.“

Stephanie: „Mein Vater war damals Mannschaftsarzt bei den Hannover Indians und wir waren immer bei den Spielen. Mein Bruder sollte dann zum Probetraining und ich wollte unbedingt mit. Der Trainer hat dann gesagt, ich kann bleiben, aber mein Bruder ist noch zu klein. Er muss noch ein wenig warten um zu spielen. “

Emily: Ich wurde auf der Eisbahn angesprochen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte im Verein zu spielen. In meinem damaligen Alter hatte ich noch keine Ahnung, dass es so was, wie Männer – oder Frauensport gibt und mir hat dieser Sport einfach am Meisten Spaß gemacht und es hat mich nicht gestört, dass ich das einzige Mädchen war. Ich finde es sehr schade, dass viele Mädchen sich nicht trauen, den Sport danach auszuwählen, welcher am Meisten Spaß macht, nur weil er als Männersport abgestempelt wird. Es wäre schön, wenn noch mehr Mädchen zum Eishockey kommen würden.“

Paula: „Ich bin mit Emily ins Trainingslager gefahren und es hat mir auch total viel Spaß gemacht und ich wollte dabei bleiben.“

Frage: Wo habt ihr angefangen zu spielen? In welchen Vereinen habt ihr schon gespielt?

Jasmin: „Ich habe überwiegend bei den Jungs gespielt. In Braunschweig im Nachwuchs unter den „kleinen Löwen“ angefangen, weiter ging es im Schüler/Jugend/Junioren Bereich bei den Hannover Seahawks, EHC Wolfsburg und der Jugendbundesliga bei den Indians. Als ich 13 Jahre alt war, konnte ich bereits erste Erfahrungen in Hannover im Dameneishockey sammeln. Damals war die Bundesliga noch in Nord und Süd aufgeteilt. Später ging es dann bei den Eisladies vom OSC Berlin, EC Bergkamen und dann hier bei den Lady Scorpions (früher Lady Jets) weiter, wo ich auch bei den Herren des Vereins (Langenhagen Jets) spielen konnte. “

Pia: „Ich habe von Anfang an in Langenhagen gespielt (Jungs/Damen). In der Saison 2012/2013 habe ich mit Lynn in Schweden gespielt. (Karlskrona)“

Lynn: Mein erstes Training habe ich bei den Indians absolviert, dennoch bin ich direkt zum Saison Anfang in Langenhagen eingetreten da meine Schwester dort im Verein war. 2012/2013 waren Pia und ich in Schweden (Karlskorna) in der 2 Liga für 6 Monate. “

Stephanie: „Ich habe bei den Kleinschülern, bei den Hannover Indians angefangen zu spielen.

Ich habe, wie gesagt bei den Hannover Indians angefangen zu spielen. Dort war ich ca. bis zu den Schülern. Anschließend bin ich zu den Grizzly Adams nach Wolfsburg gewechselt. Dort war ich bis zur Jugend. Da ich dann in der Bundesliga spielen musste, bin ich wieder nach Hannover gewechselt, da diese in der Jugendbundesliga gespielt haben. Nebenbei habe ich noch einen Saison bei den Damen (Hamburger SV) gespielt. “

Emily und Paula: Wir haben angefangen bei den Hamburg Crocodiles und sind dann zur Saison 2012/13 zu den HSV Young Freezers gewechselt um Schüler Bundesliga zu spielen. Ebenfalls wurden wir mit einer Doppellizenz für den OSC Berlin ausgestattet, um 1. Frauenbundesliga zu spielen.“

Frage: „Pia, Lynn und Stephanie, wie kam es, dass ihr für die Ladys aufläufst?“

Pia: „Da mein Nachbar Patrick Schmähl für die Jungs dort gespielt hat und ich früh mit ihm vieles geteilt habe. “

Lynn: Ich fing mit 13 an zu spielen, und da Lenny Soccio sehr drauf geachtet hat meine Schwester mit allen Mitteln Zu fördern, war es für meine Eltern recht klar das ich den Verein wähle. “

Stephanie: „Ich habe damals ganz aufgehört Eishockey zu spielen. Ich habe nur noch Inlinehockey gespielt, wo ich auch Lenny, als Schiedsrichter gepfiffen habe. Dort hat er mich gefragt, ob ich nicht mal Lust hätte zum Training zu kommen. Dort habe ich mich sofort mit allen super verstanden und wurde super aufgenommen. Wobei ich auch Jasmin schon aus der Zeit in Wolfsburg kannte. “

Frage: „Emily und Paula, euer letzter Verein war ja Berlin, bei denen ihr schon Erfolge gefeiert habt. Warum der Wechsel nach Langenhagen?

Emily und Paula: Wir sind nach Langenhagen gewechselt um uns neuen Herausforderungen zu stellen. Ein großer Grund war außerdem, dass wir, da der Weg so viel kürzer ist, öfter am Training teilnehmen können“

Frage: „Jasmin, du bist Captain der Lady Scorpions, ist das für dich was Besonderes?

Jasmin: „Eine Mannschaft als Captain zu begleiten, die sich von unten an die beste Liga im deutschen Dameneishockey kämpft, kann nur etwas besonderes sein oder? Wir sind ein tolles Team, mit großartigen und sehr guten Spielerinnen. Man fühlt sich hier einfach wohl. Wir haben viel Spaß zusammen. Alleine das ist etwas Besonderes für mich. Ich bin stolz ein Teil davon zu sein und versuche als Captain mein Bestmöglichstes, für dieses Team da zu sein. “

Frage: „Was sind eure Ziele hier in Langenhagen?

Jasmin: „Der Aufstieg war eine unglaubliche Entwicklung, die uns alle emotional „überrollt“ hat. Das war bisher unser größtes Ziel. Nun müssen wir uns neue Ziele setzen. Die ersten Spiele haben gezeigt, dass wir nicht der „krasse“ Außenseiter sind, sondern spielerisch mithalten können. Wir müssen diese Qualität ausbauen und weiterhin zeigen. “

Pia: „Ein gutes Team zu präsentieren und für ein guten Tabellenplatz Kämpfen “

Lynn: Eine guten Zusammenhalt der Mannschaft zu präsentieren. Unsere Ziele nicht aus den Augen zu verliere, und alles geben für einen zufriedenen Tabellenplatz.“

Stephanie: „Meine Ziele in Langenhagen sind, in der 1. Bundesliga zu bleiben und mitzuspielen. Aber der Spaß am Sport und in der Mannschaft muss auch bleiben, denn ich denke wir sind ein super Team.“

Emily und Paula: Wir wollen uns mit den Hannover Lady Scorpions in der Liga etablieren und es so weit wie möglich schaffen.“

Frage: Kommen wir mal zum DEB Nationalteam. Habt ihr da schon Erfahrungen?“

Jasmin: „Ich habe fünf Jahre in der U18 des DEB gespielt, ein Turnier und diverse Lehrgänge im Nationalteam absolviert.“

Pia: „In Füssen ein Lehrgang und bei den 1. Jugendolympiade Bronze mit dem Team geholt“

Lynn: In Füssen bei einem Lehrgang und für die Jugend Olympiade. “

Stephanie: „Ja ich habe schon Erfahrungen beim DEB. Ich habe in der U18 gespielt und dort einige Spiele, sowie 2010 die WM in Chicago gespielt. “

Emily und Paula: Wir haben beide an U18-Weltmeisterschaften teilgenommen und schon Spiele für die A-Nationalmannschaft bestritten. Es ist immer wieder toll dabei zu sein und das Land zu repräsentieren und mit Mädchen zusammen zu spielen, die die Leidenschaft teilen. So sind schon viele Freundschaften entstanden. Außerdem ist es nochmal ein ganz anderes Niveau auf internationalem Level zu spielen.“

Frage: „Pia und Lynn, was ist das besondere als Zwillinge in einem Verein zu spielen?

Pia: „Ich glaube es nicht so besonders da mir das komplette Team nahe steht wie meine eigene Schwester “

Lynn: Gemeinsam das tun was wir mit am meisten lieben. “

Frage: „Emily und Paula, stört es euch eigentlich wenn man euch immer die „Nixen“ nennt?

Emily und Paula: Nein! Es ist cool.“

Frage: „Gibt es zum Abschluss noch etwas, was ihr Euren Fans noch mitteilen wollt?

Jasmin: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die uns immer so lieb unterstützen. Wir freuen uns auf eine tolle Saison mit euch. Zudem hoffe ich, es werden immer mehr dazu kommen.

Ich danke euch sehr, dass ihr an unserer Seite seid und dass es euch gibt! Wir haben die tollsten Fans!“

Pia: „Dankeschön für eure Mühen. Ihr gebt uns als Team viel Kraft “

Lynn: Erstmal ein großes Dankeschön für eure Mühen. Das gibt uns Kraft. Wir sind froh so eine Rückmeldung bekommen zu haben trotz Start Schwierigkeiten. “

Stephanie: „Ich bin echt erstaunt, dass eine Damenmannschaft so einen Fan-Club hat. Ich bin begeistert und sehr dankbar für eure Arbeit! Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Damenmannschaft so unterstützt wird! Vielen vielen DANK! “

Emily und Paula: Wir hoffen auf eine zahlreiche Unterstützung bei den Heimspielen und versuchen alles, um euch ein gutes Spiel zu bieten. Auch noch mal vielen Dank für euren Einsatz, dieser bedeutet uns sehr viel!“

Dann danke ich Euch vielmals auch im Namen des FanClubs für Eure Zeit um bei dem Interview mitzumachen.

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