Frauen-Nationalmannschaft mit guter Leistung

N_DEBPressemitteilung
München, den 07.02.2015

Knappe Ergebnisse / Punktgewinn gegen Weltranglistenvierten Die Frauen-Nationalmannschaft hat beim 4-Nationen-Turnier in Vierumäki (FIN) eine insgesamt gute Leistung gezeigt.
Am Donnerstag (05.Februar 2015) unterlag die deutsche Mannschaft den Schwedinnen knapp mit 1:2 (0:0/0:1/1:1). Im ersten Abschnitt hatten die Nordeuropäerinnen ein optisches Übergewicht, doch die deutschen Frauen standen sehr diszipliniert und ließen keinen Gegentreffer zu. Danach war die Partie ausgeglichener mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Drei Minuten vor der zweiten Pause ging dann Schweden durch ihre Kapitänin Erika Gram in Führung. Kurz nach Beginn des Schlussdrittels erhöhte Emma Nordin auf 0:2 (44. Min). Doch die deutsche Auswahl steckte nicht auf und kam in doppelter Überzahl durch einen abgefälschten Schuss von Eva Byszio zum 1:2 Anschlusstreffer.
„Die Mannschaft hat unsere taktischen Vorgaben prima umgesetzt, die Räume eng gemacht und die Zweikämpfe angenommen“ so das Lob von Bundestrainer Benjamin Hinterstocker. „Auch die Abstimmung zwischen der Offensive und Defensive hat heute sehr gut funktioniert.“
Julia Zorn (Kapitän/ESC Planegg): „Im ersten Drittel haben wir sehr diszipliniert unser System gespielt und so die neutrale Zone gut verteidigt. Leider ist es uns nicht gelungen aus den vielen Überzahlsituationen mehr Profit zu schlagen. Ivonne Schröder hat uns durch eine gute Leistung bis zum Ende die Chance gegeben das Spiel zu gewinnen.“
Ihr 200. Länderspiel für den Deutschen Eishockey-Bund e.V. (DEB) feierte in der Partie am Freitag (06.Februar 2015) Monika Bittner (ESC Planegg).
Dabei spiegelte das Ergebnis von 0:3 ((0:0/0:2/0:1) nicht die wahren Spielanteile wieder, wie Bundestrainer Benjamin Hinterstocker fand: „Wir haben ein tolles erstes Drittel gezeigt, mit viel Laufbereitschaft und Engagement und uns eine ganze Reihe von hochkarätigen Chancen herausgespielt.“
Ein Überzahlspiel zu Beginn des Mittelabschnitts nutzen die Russinnen dann zur 0:1 Führung (27. Min.) Und nur 45 Sekunden später setzten sie gleich nochmals eins drauf und erhöhten auf 0:2. „Wir haben da für ein paar Minuten den Faden verloren“, so Frauen-Assistenztrainer Tommy Kettner. Nach dieser kurzen Schwächephase fanden die Deutschen wieder zurück und das Spiel war komplett ausgeglichen.
Ein Indiz für diese Ausgeglichenheit zeigte auch die Schussstatistik, die mit 23:21 nur ganz knapp an die Russinnen ging. In der letzten Spielminute setzen die Deutschen dann alles auf eine Karte und nahmen Torhüterin Jenny Harß zugunsten einer weiteren Feldspielerin vom Eis. Doch der Versuch ging nach Hintern los und Russland erzielte 16 Sekunden vor dem Ende mit einem „Empty-Net-Goal“ den 0:3 Endstand.
Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Wenn wir nicht in der Lage sind, ein Tor zu erzielen, können wir auch kein Spiel gewinnen. Da hilft es auch wenig, wenn wir uns insgesamt ziemlich gut verkauft haben.“
Im letzten Spiel (07.Februar 2015) zeigte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ihre beste Turnierleistung und trotze Gastgeber Finnland einen Punkt ab. Erst in der Verlängerung musste sich die junge Auswahl des deutschen Eishockeybundes dem Weltranglistenvierten mit (1:1; 0:0; 0:0; 0:1) geschlagen geben.
Die Deutschen nutzen gleich das erste Powerplay zur Führung: Verteidigerin Daria Gleissner (ECDC Memmingen) überwand die finnische Torfrau Räisänen mit einem Schuss in den rechten Torwinkel (4. Minute). Die Gastgeberinnen erspielten sich zwar ein optisches Übergewicht, aber die deutsche Auswahl spielte sehr kompakt, agierte taktisch klug und lies nur wenig gefährliche Aktionen vor dem eigenen Tor zu. Zudem konnten die Deutschen auf zwei gewohnt starke Torhüterinnen – Jenny Harß und Ivonne Schröder teilten sich die Partie – vertrauen. Dies gab der gesamten Mannschaft den notwendigen Rückhalt. Auch der Gegentreffer der Nordeuropäerinnen durch deren auffälligste Spielerin Jenni Hiirikoski (19. Min) brachte die deutschen Frauen nicht aus dem Konzept. Bis zur Ende der normalen Spielzeit konnte keine Mannschaft mehr die Scheibe im gegnerischen Netz unterbringen, so dass es in die Verlängerung ging. Hier fiel die Entscheidung zugunsten der Gastgeber gut eine Minute vor dem Ende der Partie durch Linda Välimäki.
Frauen-Assistenztrainer Tommy Kettner: „Wir freuen uns natürlich über den Punktgewinn gegen eine starke finnische Mannschaft. Es war sehr intensive Begegnung und ich bin der Leistung unserer Mannschaft richtig zufrieden. Die Mädels haben das, was wir besprochen haben, sehr gut umgesetzt“.
Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Für uns war das Turnier eine gelungene Generalprobe in Hinblick auf die Weltmeisterschaft und wir haben uns hier gut verkauft. Wir konnten uns im Verlauf der Saison steigern und ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.“
Die Spielerinnen gehen jetzt zurück in die Vereine und der Focus der kommenden Wochen liegt auf der Bundesliga und dem Pokalturnier. Unmittelbar nach dem DEB-Pokal trifft sich die FrauenNationalmannschaft zu zwei Vorbereitungslehrgängen in Füssen. „Dort werden dann auch die
Spielerinnen aus Übersee und die zuletzt beruflich verhinderten Athleten zum Team stoßen“ so der Frauen-Bundestrainer. Am 26. März fliegt das Team dann nach Malmö, die Weltmeisterschaft beginnt für das DEB-Team am 28. März mit der Partie gegen die Schweiz.

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