Im zweiten Spiel des Tages können sich die beiden Aussenseiter Berlin und Prag eine gute Position für eine mögliche Überraschung im Turnier verschaffen. Berlin dürfte gegen die Tschechinnen leichter Aussenseiter sein - kann aber eventuell den Heimvorteil dagegensetzen. Aus deutscher Sicht bleibt zu hoffen, dass das leichte Tief mit den Niederlagen gegen Planegg keine Spuren hinterlassen hat.
OSC Eisladies Berlin - HC Slavia Prag 2:3 (1:2/0:1/1:0 )
Zum Protokoll....
Beide Teams machen sich warm
vier Prager Fans werden von der Ausbildingskompanie aus Kladow lautstark empfangen
Es sind sogar noch ein paar mehr Prager Fans anwesend.
es folgt die öffizielle Eröffnung des Turniers durch einen Vertreter der IIHF.
Beginn 1. Drittel
vier Minuten sind gespielt, leichte Vorteile für Prag
4:16 Strafe OSC Fring - Haken
7:02 0:1 Studentova
Nach katastrophenpass einer Abwehrspielerin lässt sich die Tschechin die Chance nicht entgehen
9. Minute Break Nina Kamenik, aber sie vergibt.
nächste Chance für den OSC, aber die Abwehrspielerinnen aus Prag können die Schussversuche abblocken
jetzt zwar einige gute Chancen für den OSC, aber auch wieder ein Fehler an der gegnerischen blauen, der Prag einen gefährlichen Konter ermöglichte
12:06 1:1 Scheytt (Weyand, Velickova)
Anja Scheytt fälscht einen Schuss von Sarah Weyand unhaltbar ins Tor ab.
14:34 Strafe OSC Kresse - Behinderung
16:01 1:2 Jones (Peluchova)
Peluchova passt in die Mitte und Stephanie Jones hält einfach die Kelle rein und schon führt Prag
18. Minute Breakchance für Franziska Busch, aber sie vergibt
letzte Minute läuft
Ende 1. Drittel
Die Führung für Prag geht in Ordnung, die Eisladies machen einfach zu viele Fehler in der Abwehr
Beginn 2. Drittel
20:23 Strafe Prag Lucie Manhartova - Hohen Stock
OSC jetzt mit viel Druck, aber noch ohne Erfolg
24:00 Strafe OSC Anja Scheytt - Behinderung
gutes Powerplay von Prag. Ivonne Schröder hat wieder einen guten Tag erwischt.
29 Minuten Franziska Busch - Stockcheck
kaum komplett gleich eine Chance für Nina Kamenik und Franziska Busch. Aber auch Prags Torfrau Katerina Becevova hält sehr gut
noch 7 Minuten im 2. Drittel, es ist jetzt ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Und auch auf den Rängen tobt der Bär...
33:18 1:3 Stephanie Jones (Peluchova, Duggan)
Da ist es passiert, nach Bullygewinn erhöht Stephanie Jones auf 1:3
37:10 Strafe Prag Lucie Manhartova - Beinstellen
noch eine Minute im Mittelabschnitt
Ende 2. Drittel
Die Eisladies zwar schon besser wie im 1. Drittel, aber die Torchancen werden nicht genutzt.
Beginn 3. Drittel
42:20 Strafe OSC Anja Scheytt - Halten des gegnerischen Stock
43:18 Strafe OSC Stephanie Frühwirt - Bodycheck
so wird es schwer das Spiel noch zu drehen...
43:18 Strafe Prag Miroslava Kroutilova - Spielverzögerung
Prag wechselt zu langsam und wie schon im ersten Spiel wird dies auch hier bestraft
48 Minuten vorbei, die Ladies kämpfen. Aber die Abwehr von Prag steht sehr gut
48:26 2:3 Martina Velickova (Scheytt)
Endlich aus Berliner sicht der Anschlusstreffer durch Martina Velickova, die ein Mal vor dem Tor alleine gelassen wurde
51:38 Strafe OSC Kathrin Fring - Beinstellen
54. Minute: Susann Götz trifft den Pfosten...
55. Breakchance für die Eisladies, aber der Puck will nicht ins Tor
very good Game - sagen die Herren von der IIHF...
Die Uhr im Welli streikt. Sie lässt sich nicht stoppen. Es gibt Strafe gegen Prag und das bei ca. 57:39
57:38 Strafe Prag Simona Studentova - Unkorrekter Körperangriff
noch eine Minute...
Das Spiel ist aus.
Wieder war es ein schwaches 1. Drittel, dass den OSC ein besseres Ergebnis verhindert hat. Dennoch wäre ein Punktgewinn gegen Prag möglich gewesen. Insgesamt war es ein sehr gutes Spiel
Zum Abschluss einer ereignisreichen und erfolgreichen Saison mit vorzeitig erreichter Deutscher Meisterschaft sowie dem 2. Platz im Pokal folgt für die OSC Eisladies DER Saisonhöhepunkt, das European Women Champions Cup Finalturnier vom 12. bis zum 14.03.2010 im Berliner Sportforum Hohenschönhausen.
Gegner des deutschen Meisters sind Tornado Moskau/Russland, Espoo Blues/Finnland und Slavia Prag/Tschechien. Die Russinnen gelten als Mitfavorit. Spiele zwischen Moskau und dem OSC gab es bisher nicht. Tornado qualifizierte sich beim Halbfinalturnier in Prag durch Siege gegen Laima Riga (Lettland, 9:0), Slavia Prag (Tschechien, 6:3) und HC Lugano (Schweiz, 4:3 n.P.). Viel ist über Moskau nicht bekannt, die Abwehr soll aber nicht immer sattelfest sein.
Slavia Prag musste durch die Vorrundenqualifikation. Hier belegten die Pragerinnen unangefochten Platz 1. Hier waren MHK Martin (Slowakei, 8:0), Terme Maribor (Slowenien, 7:1) und Milenyum Ankara (Türkei, 16:0) die Gegner. Beim Halbfinalturnier gab es nach der 3:6-Niederlage gegen Moskau einen 7:1 Erfolg gegen Riga. Beim abschließenden „Finalspiel“ gegen die Lady Panther aus Lugano gab es einen unerwarteten 7:4 Erfolg. Die Eisladies kennen Slavia von Spielen im Europapokal, 2007 wurde mit 4:3 nach Penaltyschießen gewonnen und Spielen in der Elite Women’s Hockey League. Hier gab es letzte Saison in Prag eine 3:4-Niederlage, in Berlin wurde klar mit 3:0 gewonnen.
Auf die Espoo Blues trafen die Eisladies zwei Mal. Im Januar 2008 verloren grippegeschwächte Berlinerinnen in Stockholm beim EWCC Finalturnier 2008 mit 1:4. Im Dezember letzten Jahres trafen beide beim Halbfinalturnier in Berlin aufeinander. Diesmal hatte Espoo erheblich mehr Probleme um mit 4:3 zu gewinnen. Die Blues sind neben Moskau Favorit auf den Titel.
Die OSC Eisladies sind neben Prag Außenseiter. Allein die Finalteilnahme ist schon ein Riesenerfolg. Nach Platz 5 im Jahr 2008 sind die Eisladies nun unter den Top 4 Europas. Ziel der Eisladies ist es in erster Linie das Deutsche Eishockey würdig zu vertreten. Dennoch wird das Team von René Bielke versuchen, den einen oder anderen Punkt zu gewinnen. Und bekanntlich kann die Außenseiterrolle etwas sehr angenehmes sein. Auch der Heimvorteil könnte für die Eisladies von Vorteil sein. Denn Unterstützung von den Rängen stellt eine zusätzliche Motivation dar. Trainer René Bielke: „Allein das Erreichen des Finalturniers ist ein Riesenerfolg für den Verein. Die Mädels haben sich das hart erarbeitet. Hier haben sie die Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln, nach dem Motto: ’Lebe Deinen Traum, aber träum nicht Dein Leben’.“
Eine weitere Motivation haben die Eisladies ohnehin schon sicher: die erneut gesicherte Teilnahme am nächsten EWCC-Wettbewerb 2010/2011 durch die 5. Deutsche Meisterschaft 2009/2010.
In Zusammenarbeit mit dem OSC wird für alle „Auswärtigen“ auf http://www.radio-eiskalt.de eine ausführliche Berichterstattung vom Turnier erfolgen. Berliner und Brandenburger sollen sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen… (Norbert Stramm – Radio Eiskalt, Otto Eigen – OSC Eisladies Berlin)
Der Spielplan
12.03.10 16:00 Uhr Tornado Moskau – Espoo Blues
19:30 Uhr OSC Eisladies Berlin – Slavia Prag
13.03.10 15:00 Uhr Espoo Blues – OSC Eisladies Berlin
18:30 Uhr Slavia Prag – Tornado Moskau
14.03.10 12:00 Uhr Espoo Blues – Slavia Prag
15:30 Uhr OSC Eisladies Berlin – Tornado Moskau